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Als ich im Semptember 1985 erblindete sah ich mich einer nahezu ausweglosen Situation gegenüber.
Weder meine Angehörigen noch ich wurden durch entsprechende Fachdienste und Einrichtungen ausreichend informiert, sodass sich alle Seiten alleingelassen fühlten.
Die Folge davon war, dass sich bei allen Beteiligten ein Gefühl der Ohnmacht einstellte, aus dem es keinen Ausweg schien.
Das Problem bestand, und besteht heute im übrigen ebenfalss, nicht im Mangel an Information, sondern vor allem in dem Menschenbild, das den Beschäftigten in den Fachdiensten und Beratungsstellen während ihrer Ausbildung vermittelt wird.
Die Beratungsgespräche mit erblindeten Menschen orientieren sich in der Regel ausschliesslich an den Tätigkeiten, die von dem Betroffenen aufgrund seiner Erblindung nun nicht mehr ausgeübt werden.
D. h. der Blinde erfährt durch den Berater lediglich all die Dinge, die er nun nicht mehr kann.
Es fehlt also gänzlich an einer Ermutigung bzw. einer moralischen Unterstützung.
Stattdessen sieht er sich einer Demoralisierung gegenüber.
Um diesem Missstand entgegenzuwirken habe ich Butzicity gegründet.
Butzicity ist eine virtuelle Stadt, die als Plattform für von mir bereitgestellte Informationen dienen soll.
Es geht hier vor allem um die Situation und die Lebensbedingungen blinder und sehbehinderter Menschen.
Ich möchte hier u. a. über von mir als gut befundene Hilfsmittel informieren, die ich selbst im Alltag einsetze.
Außerdem möchte ich auch über interessante Veranstaltungen, Forschungsergebnisse, u. ä. informieren.
Ich möchte aber auch den Besucher einfach nur unterhalten.
Deshalb finden sich auch ganz alltägliche Begebenheiten auf dieser Seite.
Das dieser Website zugrundeliegende Menschenbild sieht auch den Menschen mit einer Beeinträchtigung als eigenständiges, eigenverantwortliches Wesen, in dessen Hand es liegt, sich selbst und seinen Alltag selbständig und eigenverantwortlich zu organisieren.
Unter selbständig soll hier nicht verstanden werden, dass die Organisation des Alltags völlig ohne fremde Hilfe erfolgen soll.
Vielmehr verstehe ich unter dem Begriff "Selbständigkeit", eine geistige Haltung des blinden Menschen.
Es ist diejenige geistige Haltung, die den beeinträchtigten Menschen dazu befähigt, sein Handeln eigenständig zu reflektieren und Verantwortung für die von ihm getroffenen Entscheidungen zu übernehmen.
Es ist also jene Haltung damit gemeint, die auch den Menschen mit einer Beeinträchtigungen zu einem mündigen Bürger der Gesellschaft macht.
Dies zieht die Konsequenz nach sich, dass ich davon ausgehe, dass auch Menschen mit einer Beeinträchtigungen über bestimmte Ressourcen verfügen.
Diese gilt es wachzurütteln und auszuarbeiten.
Was Butzicity nicht kann ist ein Warenhaus von Lösungen für bestimmte Probleme anbieten.
Butzicity kann und will keine rezeptartigen Lösungen anbieten, da diese von jedem Einzelnen selbst gefunden und im Alltag auf die eigene, jeweils einzigartige Situation angepasst werden müssen.
Das Warenhaus der Lösungen würde auch dem von Butzicity zugrundeliegenden Menschenbild zuwiderlaufen und den blinden Menschen in die Unmündigkeit führen.
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