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Der laser-Langstock der Fa. Vistac besteht aus einem elektronischen Zusatzgerät und einemDer Laser-Langstock ist ein Gehäuse, das auf einen handelsüblichen Langstock augesetzt ist.
Der elektronische Zusatz ist im Griff des Langstockes untergebracht.
Im unteren Teil des Griffes befinden sich ein Fenster, der Laser-Sender und -Empfänger.
Der Griff schliesst sich um den Langstock, in dessen oberem Rohrteil sich die Akkus zur Energieversorgung befinden.
Im oberen, von der Hand umfassten Griffteil sitzt der Vibrationssignalgeber.
Asymmetrisch geformt, kann der Griff so ausgerichtet werden, dass der Laserstrahl über dem Stock ausgesendet wird.
Die Ausrichtung des Stockes wird durch Neigungssensoren kontrolliert.
Der Laserstrahl wird vertikal um ca. 30 bis 40 Grad aufgeweitet und horizontal auf ca. 1 mm gebündelt. Wie ein Fächer, der in einem 90-Grad-Winkel zum Stock nach vorne ausgerichtet ist und sich senkrecht oberhalb des Stockes befindet.
Damit bekommt der Langstock quasi eine zweite, imaginäre Dimension, als ob man den Stock direkt nach oben führen würde.
Die Reichweite des Strahles liegt bei ca. 1,4 m und entspricht damit dem Radius eines Stockes.
Der Strahl erfasst Hindernisse, die sich genau oberhalb des Stockes im Kopf- und Brustbereich des Sehbehinderten befinden.
Wird das von einem Hindernis reflektierte Licht gemessen, beginnt der Signalgeber zu vibrieren. Ohne Unterbrechung solange reflektiertes Licht empfangen wird - also solange sich ein Hindernis über dem Stock im Kopf- und Brustbereich befindet.
Dabei wird eine Ja-Nein-Information übermittelt: Sobald der Signalgeber vibriert, muss der Benutzer reagieren, weil sich ein Hindernis in seiner Stockreichweite befindet. Da der Laserfächer sehr schmal und am oberen Ende des Stockes angebracht ist, lassen sich Hindernisse sehr genau lokalisieren.
Für einen sinnvollen Einsatz muss der Griff so ausgerichtet werden, dass sich der Laserfächer senkrecht über dem Stock befindet.
Diese Ausrichtung wird durch die deutlich fühlbare asymmetrische Form des Griffes unterstützt.
Auf Wunsch wird die korrekte Ausrichtung darüber hinaus ständig elektronisch überwacht. Neigt man dann den Griff seitlich, vibriert das Gerät mit Unterbrechungen, aber erst nach einer kurzen Verzögerungszeit. Wird innerhalb dieser Zeit ein Hindernis erfasst, folgt die Hinderniswarnung.
Dank diese Verzögerung hat der Benutzer die Möglichkeit, durch kurzes seitliches Kippen des Griffs zu prüfen, ob sich rechts oder links von ihm ein Hindernis befindet.
Ich selbst nutze diesen Stock nun bereits seit Dezember 2002 und möchte ihn heute schon nicht mehr missen.
Ich nutze ihn zum normalen Gehen auf der Straße, aber auch dann, wenn ich etwa den Briefkasten, der in unserer Straße nicht an der Häuserwand, sondern in Mittein einer Bepflanzung, die sich in einem Rondell befindet, genau in Augenhöhe an einem Pfostenangebracht ist, aufsuchen möchte.
Da der Briefkasten für den Laser-Langstock ein Hindernis darstellt, wird er, wenn ich den Stock leicht seitlich neige, vom Laserauge des Stockes wahrgenommen, sodass ich ihn durch eine Vibration des Griffes angezeigt bekomme.
Zu Beginn ist das Anfreunden mit diesem Gerät mit einer Eingewöhnungsphase verbunden.
Der Benutzer muss sich erst an das Signal des Stockes gewöhnen und die Ja-Nein-Informationen, die er erhält, interpretieren lernen.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass der Laser-Langstock trotz dieser Eingewöhnungsphase für mich ein unentbehrlicher Begleiter geworden ist, da er mich vor allen am Gehweg abgestellten Motor- oder Fahrrädern (in München wird alles auf dem Gehweg abgestellt), die ja unter Umständen so gar nicht weh tun können, warnt, auch vorübergehende Passanten werden angezeigt, sodass ich ihnen ausweichen kann.
Hinzu kommt auch noch die Tatsache, dass ich nun auch in der Lage bin, den Wänden auszuweichen, bis dahin konnte ich dies nur sehr begrenzt, da ich die Reflexion des Schalles wegen meines Tinitus und der damit einhergehenden Hörbeeinträchtigung nicht.
Der Hersteller empfiehlt jedem Käufer des Hilfsmittels mit dem Langstock etwa vier Stunden Mobilitätstraining zu beantragen, um in die Handhabung des Gerätes eingewiesen, und die Vorteile später vollständig nutzen und von ihznen profitieren zu können.
Meine Erfahrung, und hier stehe ich nicht ganz alleine da, ist die, dass die Trainer oftmals noch wniger wissen als die Besitzer des Stockes. Z. b. wusste der Trainer nicht, dass die Weite des Strahls individuell nachkorrigiert werden kann bzw in manchen Fällen auch muss; geschweigedenn, dass er wusste wie das funktioniert.
Es ist jedoch geplant, dass in nächster Zukunft ein Seminar für die Mobilitätstrainer durchgeführt, bei dem diese in die Handhabung des Laser-Langstockes eingewiesen werden sollen.
Alles in allem kann sich der Blinde das Gerät jedoch auch selbst beibringen, indem er einen Spaziergang mit einem Sehenden macht und alle Positionen des Griffes
austestet.
Der Sehende kann Rückmeldung erteilen, wass denn da für ein Hindernis gesehen wurde, damit der Blinde die verschiedenen Situationen kennenlernt.
Diese Arbeit bleibt, auch mit einem Mobilitätstraining, immerhin noch uns als Benutzer überlassen.
Sie macht den größtern und wichtigsten Teil des Umgangs mit dem Gerät aus.
Das Hilfsmittel wird im Übrigen von den Knrankenkassen voll finanziert.
Es muss bzw. sollte (das ist ein Tip von mir) allerdings auf der ärztlichen Verordnung, nicht wie durch den Hersteller als „elektronische Leithilfe“, sondern folgender Maßen beschrieben werden:
„Elektronische Orientierungshilfe Laser-Langstock“.
Dies ist deswegen ganz nützlich, da es im Leistungskatalog der Krankenkassen heißt, dass elektronische Orientierungshilfen für Blinde erstattungsfähig sind.
Der Laser-Langstock würde von mir bei einer Bewertung die Note sehr gut erhalten.
Wer sich über den Laser-Langstock informieren will, kann dies auf der äußerst blindenfreundlichen Homapage tun. Wer Tips von einem Benutzer möchte, kann sich an mich wenden.
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