Der elektro-optische Blindenstock
Ein weiteres Projekt
Darstellung des Projekts
Die Laserdistanzmessung eignet sich aber noch für ein weiteres Blindenhilfsmittel.
Die Entwickler von Vistac denken dabei an ein Handgerät, das durch eine Lasersensorik punktförmig die Entfernung zum nächsten reflektierenden bzw. streuenden Gegenstand misst und die Information über einen taktil wahrnehmbaren Zeiger übermittelt.
Beschreibung
Vorn am Gerät befindet sich eine Lasersensorik.
Sie misst Entfernungen von 30cm - 5m mit einer Genauigkeit von ca. 1cm.
Die Laserdiode sendet einen Strahl mit sehr niedriger Energie (Laserklasse 1, augensicher) aus.
Eine Photodiode detektiert den reflektierten bzw. gestreuten Strahl.
Eine entsprechende Elektronik bestimmt die Entfernung zur reflektierenden Stelle und setzt diese Information in die gradlinige Bewegung bzw. Stellung eines kleinen spitzen Knopfes (Daktyl) um, der mit dem Daumen ertastet werden kann.
Auch der elektro-optische Blindenstock wird ergonomisch gestaltet.
Dabei befindet sich das Daktyl in einer Mulde für den Daumen und kann - durch eine Schiene geführt - über insgesamt 3cm hin und her bewegt werden.
Richtet man das Gerät auf verschiedene Stellen, informiert die Bewegung bzw. Stellung des Daktyls über die entsprechende Entfernung - wobei die Stellung zum Körper des Benutzers hin 'nah' und vom Körper weg 'weit' bedeutet.
Soll die Reichweite von 3 m auf 3 cm ertastet werden, entsprechen 0,5 m Entfernung 5 mm auf der Anzeige. Daher müssen entweder verschiedene Messbereiche eingestellt werden oder die Anzeige muss in logarithmischem Massstab erfolgen.
Wählt man eine lineare Darstellung, muss diskutiert und erprobt werden, welche Messbereiche überhaupt sinnvoll sind.
Die Messbereiche könnten beispielsweise durch Taster für Zeige-, Mittel- und Ringfinger eingestellt werden.
Das heisst: Wird der Strahl nicht im ersten Bereich von 0 bis 1 m reflektiert, und das Daktyl am hinteren Anschlag bleibt, muss der nächste Messbereich zwischen 1 und 3 m liegen. Streicht der Strahl dann durch horizontales Bewegen des Gerätes über einen Laternenpfahl, der sich 2,5 m entfernt steht, rutscht das Daktyl auf den Körper bis zur Mitte der Schiene zu und anschliessend wieder nach hinten.
Damit sollte möglich sein, bei mehrmaligem Überstreichen eines Gegenstandes auch seine äussere Form zu ertasten und ihn zu identifizieren.
Es soll so die Möglichkeit geschaffen werden berührungslos, taktile Information über Entfernungen, Richtungen und Formen zu erhalten.
Mehr Informationen unter: www.vistac.de
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