Guten Tag und ein herzliches Willkommen an alle Besucher von Butzicity

Home
Der Gründer

Portrait
Ich möchte etwas über Blinde wissen
On Tour, Events and more
Sitemap


Bildunterschrift:
Ein Affe auf einer Decke
Mein Name ist Butzi!
Apfelbutzi!

Ich bin ein Affe.
Genauergesagt bin ich ein Schimpanse.
Bevor ich jetzt aber anfange, meine Geschichte zu erzählen, möchte ich kurz etwas zu mir sagen:

Mein Name ist also Apfelbutzi. mmM ja, auf die Herkunft dieses, doch nicht allzu gewöhnlichen Namens, gehe ich in einem späteren Absatz ein. Nunja, da heisse ich also Apfelbutzi. Mein kleiner Bruder heisst im übrigen Salamibutzi. Der Andere, ich hab zwei davon, heisst Stanleybutzi. Es sind auch Schimpansen. Aber das einfach nur so am Rande, damit man sich eine Vorstellung von uns machen kann.

Ich bin etwa 40 cm groß. Ich habe ein schwarzes Fell, meine Füße und Hände sind braun. Ebenso ist mein Gesicht auch braun. Die kleinen Augen, die mein Gesicht so lieb aussehen lassen, sind schwarz.

Geboren, d. h., genäht, worden, bin ich irgendwo in Bremen. Es gibt noch eine Menge anderer Städte, wo Kuscheltiere gemacht werden, aber ich bin halt aus Bremen.
Danach wurde ich, zusammen mit Anderen, in einem großen Lastwagen nach München gebracht, wo ich dann zunächst in das Lager eines Ladens kam. Als es dann soweit war, dass ich zum verkauf angeboten werden sollte, wurde ich, zusammen mit einem anderen Butzi, anderen Affen und Tieren in ein Regal gesetzt.

Ich erinnere mich noch genau daran, dass sich die Spielwarenabteilung des Kaufhauses im Keller befand. Das war nicht schön. Auf jeden Fall dauerte es etwas, bis ich dann schließlich gekauft wurde. Es war genau an einem Mittwoch nachmittag. Die Sonne schien draußen und es war ein schöner Tag. Der Mensch, der mich aus dem Regal nahm, ging zur Kasse, bezahlte mich und steckte mich in seinen Rucksack, um mich nachhause mitzunehmen.

Seit jenem Tag nun gehe ich mit meinem Menschen überall mit. Er hat mich zu seinem Talismann auserkoren. Ich soll ihm also Glück bringen. Naja, was immer ich davon halten will! Ich bin auf jeden Fall einfach der Talismann des Menschen geworden. Ich weiß nicht wie man Talismann wird. Ich habe ja nichts dafür getan. Ich hab dem Menschen halt einfach bloß gefallen. Wenn du den Menschen gefällst, und das merkt ein Kuscheltier, wenn der Mensch plötzlich, ohne ersichtlichen Grund, "oh! "wie niedlich" "wie weich" "ach einfach süß" ruft und dich in den Arm nimmt und an sich drückt.
Ach, manchmal ist es fast unmöglich dem Menschen zu entkommen, denn ein Kuscheltier hat ja keinen eigenen Willen, weil es ja nicht lebt. Ständig wirst du von ihm in den Arm genommen, durch die Gegend getragen, gedrückt, geküsst, zum schlafen auf sein Kissen gelegt, oder ihm fallen sonst irgendwelche Gelegenheiten ein, wo er dich mitnimmt. Viele Menschen nehmen Kuscheltiere auch, wenn ihnen irgend etwas schlimmes, wovor sie Angst haben, bevorsteht, mit, damit du ihnen hilffs, denn sie glauben, dass du ihnen Glück bringst.

Jetzt könnte leicht der Eindruck entstehen, dass es eine harte und schwere Aufgabe ist, dem menschen Glück zu bringen. Aber das ist nicht so. Als Kuscheltier musst du einfach nur in der Nähe des Menschen sein. Das genügt schon. Dann hat er Glück. Jedenfalls glaubt er das. Und du als Kuscheltier lässt ihn auch in dem Glauben, denn das beruhigt, und der Mensch ist zufrieden. Das ist dann auch für ein Kuscheltier in Ordnung.

Was die Ordnung betrifft:

Die Menschen haben viele Kuscheltiere. Eines haben sie aber immer, das sie am liebsten mögen. Sie setzen es dann auch zu den anderen Kuscheltieren auf das Bett, auf den Schreibtisch oder sonst wohin. Aber jedes Kuscheltier hat seinen ganz bestimmten Platz. Der Mensch hat also bei den Kuscheltieren eine Ordnung, an die er sich peinlich genau hält. Wenn du also als Kuscheltier ein anderes Kuscheltier, das am anderen Ende des Zimmers sitzt, kennenlernen will ist das ziemlich schwierig, weil ein Kuscheltier ja vom Menschen nicht verstanden wird. Es kann umfallen, runterfallen oder einfach gar nichts tun, aber der Mensch wird es dann nehmen und wieder hinsetzen udd vielleicht noch zu ihm sagen: "Komm! du bist gefallen, ich setz dich wieder hin." Bestenfalls streichelt er mit seiner Hand zart deinen Kopf, bevor er dich dann wieder alleinef lässt. Aber verstanden hat er dich nicht. Er weiss nichts von deinen Wünschen. Er kennt sie nicht. Er kennt nur seine eigenen Wünsche.

nach oben

Webmistress Letzte Änderung am 12.10.2003